Nyéléni calls to action!

Der vorletzte Tag in Cluj hatte es in sich! Nach vier Tagen Plena, Gruppen- und Kleingruppenarbeiten im wärmenden Umfeld einer sich selbst organisierenden und mittellosen sozialen Bewegung, kommen wir zu konkreten Ergebnissen. Mit der Frage, welche Kampagnen und Aktionen wir nutzen wollen, um unsere dringlichen Zielen in den nächsten Monaten näher zu kommen, starten wir in den Tag. Nach einem etwas emotional geladenen Morgenplenum, finden wir uns in Sprechkreisen wieder. Mit Hilfe von Stimmen unzähliger Länder, zusammengekittet von unermüdlichen und hochkarätigen Übersetzer*innen, geht es auf die Zielgerade. Mein persönliches Fazit: Der Prozess hat sich gelohnt.

dsc06831Am Ende stehen – und dies sei der werten Leserschaft als „Calls-to-action“ mit auf den Weg gegeben, folgende Ergebnisse: Die Nyéléni-Delegation Deutschland (bestehend aus 36 Landwirt*innen, Aktionsforschern, Foodaktivisten, und NGO-Vertreter*innen) widmet sich schwerpunktmäßig folgenden Kampagnen und Themenfeldern:

– Eine unter anderem von dem URGENCI-Netzwerk angestoßene Kampagne zu den Beziehungen in der Ernährungswirtschaft. Wenn wir uns von der gut organisierten Agrarindustrie abheben wollen, müssen wir über Beziehungsgeflechte um die tägliche Ernährung im Kontext persönlicher Erfahrungen reden! „Weil ich als Landwirt in einer CSA arbeite, kann ich meiner Tochter den Uni-Aufenthalt finanzieren.“ „Weil ich begonnen habe, Kohlrabi im Gemeinschaftsgarten selber anzubauen, verstehe ich den Aufwand und den Wert meiner Lebensmittel!“

– Die Gruppe zur GAP-Kampagne plant die Agenda für die Gemeinsame Agrarpolitik in der EU für 2020. Es ist ja nicht so, dass wir mit unserer aktuellen Agrarpolitik nur unsere heimische bäuerliche Landwirtschaft disqualifizieren. Unsere Gastgeber in Rumänien bekommen für ihre historisch gewachsenen (und trotz aller Unzulänglichkeiten sehr krisenfesten und existenzsichernden) Ernährungssysteme – ein von EU-Wegen verordnetes Höfesterben.

– Und die größte Unternehmensfusion in der Geschichte Deutschlands nehmen wir uns vor. Bayer – meine Güte! Da tuen einem ja sogar die Namensverwandten Bundesbürger südsüdöstlicher Herkunft Leid. Aspirin – die Tablette für den Tag. (Hier, wer mal was humoristisches lesen will: Bayer widmet sich jetzt auch der Ernährungssicherung. http://www.bayer.de/de/produktbereiche-von-bayer.aspx) Und die deutsche Bank engagiert sich weltweit für die Landwirtschaft. Klar – das muss verhindert werden, oder?!
dsc06857-2
Jetzt aber mal Schluss mit schreiben! Wir sehen uns ja eh bald bei den Aktionen, oder?
Beste Grüße, der Max

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Nyéléni calls to action!

Exkursionen ins Umland

Für die meisten von uns war Freitag Ausflugtag.

Schon gestern hatten wir die Möglichkeit uns für unterschiedliche „field trips“ ins Umland von Cluj anzumelden. Nach anstrengendem straffen Programm in der Veranstaltungshalle tut es uns gut frische Luft zu schnappen und etwas mehr von Rumänien zu sehen.

Die erste Gruppe brach schon am frühen Morgen mit 100 Teilnehmer*innen nach Roșia Montana auf.

Idsc06562n Stunden in kleinteiligen Arbeitsgruppen, Diskussionen, Plena, etc. der vorherigen Tage, tat es außerdem sehr gut bei strahlend blauem Himmel, vorbei an ziehenden Schäfer_innen, aus der Stadt heraus durch die wunderschöne Herbstlandschaft zu fahren. Der Weg in das Bergdorf hat uns erneut das Bild einer starken, kleinstrukturierten Landwirtschaft gezeigt, welche von immerhin 60% der rumänische Bevölkerung noch gelebt wird.

In Rosia Montana haben wir dann, aufgeteilt in zwei Gruppen, einen Gang durch das Dorf gemacht. Raluca Vasile von Slow Food Bukarest hat übersetzt was ein Bewohner des Dorfes, Calin, erzählt hat. Rosia Montanas Geschichte ist seit vor der Römerzeit mit der des Goldabbaus verbunden, die Tradition und der Stolz darüber stark ausgeprägt und umrankt von Geschichten und Legenden. So gibt es 19 Stollen unter dem zentralen Dorfplatz, die von den Römern gebaut wurden, wo das antike Gold abgehauen wurde. (Eugen merkte an dass die Städte Rom und Bukarest ohne Rosia Montana nicht in ihrem gewohnten Gold leuchten würden!)

dsc06665Als im 18. Jahrhundert ein Bewohner des Dorfes wieder auf Gold stieß, ging das Goldeldorado erneut los. Der Reichtum jedoch konzentrierte sich auf den Pionierfinder, der daraufhin sieben Kirchen, Schulen und öffentliche Einrichtungen im Dorf bauen ließ. Die zahlreichen Kirchen, die in maximal zweihundert Meter Abstand stehen, zeugen immer noch davon.

In die römische Goldmine führte uns der wahrscheinlich enthusiastischste Reiseführer in ganz Rumäniens. Eine Frage stellte er immer wiede: Welchen Wert das Gold in den Bergen? Welchen Wert hat das kulturelle Erbe der ganzen Bergregion?

Eugen und seine Familie, Mitglieder bei ecorruralis, haben uns mit einem grandiosem Festessen bei sich auf der Farm begrüßt, wo wir mit einem wunderschönen Ausblick, umgeben von Kühen und Hühner an einer langen Tafel zusammen gegessen haben. Dies war sicherlich einer der schönsten und gemeinschaftlichsten Momente des Tages, auch weil der Ort einer der wenig sichtbaren Widerstandsorte gegen die Goldmine in dem Dorf war.

dsc06701Allgemein war der Ausflug sehr schön, aber auch zwiespältig; das Thema der Goldmine schien sehr belastet und es war schwierige genauere Informationen dazu zu bekommen, ob und wie der Widerstand dazu geführt hat, dass es nicht zur Inbetriebnahme der kanadischen Goldmine gekommen ist. In späteren Gesprächen hat sich dann heraus gestellt dass es innerhalb der Gruppe von Menschen, die noch im Dorf leben, gespaltenen Gefühle gibt, was die Positionierung für oder gegen den Widerstand gegen die Mine angeht- ein starkes Bestreben des Dorfes scheint zu sein, diese Geschichte hinter sich zu lassen um die Gegend touristisch erschließen und nutzen zu können.

dsc06710

Das Gefühl, das von dem Tag in Rosia Montana bleibt ist ein erleichtertes; darüber, dass dieses Dorf und die wunderschöne Umgebung nicht abgebaggert und mit Cyanid belastet worden sind. Gleichzeitig bleiben viele unbeantwortete Fragen zurück und der erhoffte Austausch von Widerstandsstrategien, die wir auch auf unsere Kämpfe übertragen können, blieb leider aus.

Neajlova und Alunișu

dsc01599

Zwei weitere Gruppen mit je 50 Leuten verteilten sich gegen Mittag auf zwei Reisebusse, ausgestattet mit liebevoll geschmierten Broten aus der Küche ging es nach Neajlova und Alunișu.

Bei der Ankunft auf dem Hof in Neajlova werden wir herzlich vom jungen Landwirt des Ziegenhofes und zwei Vertreter*innen des Dorfes begrüßt. Seit 2007 bewirtschaftet er zusammen mit drei festangestellten Hirt*innen und seinen Eltern den von seinem Vater übernommenen Hof mit 300 Ziegen, 4 Kühen und 2 Pferden.

Wir schauen uns die Käserei an, wo die gesamte Milch zu Weich- und Hartkäse verarbeitet wird. Bisher werden alle Ziegen per Hand gemolken, ab nächster Saison werden hierzu die neu angeschafften Melkmaschinen verwendet. Außerdem sollen die Lämmer früher von den Müttern abgesetzt werden, um den Milchertrag zu steigern.

Diese Entwicklung stimmt uns nachdenklich. Denn das Forum findet dieses Jahr unter anderem in Rumänien statt, da hier noch die meisten kleinbäuerlichen Strukturen im europäischen Raum vorhanden sind. Um diese kennenzulernen, von deren immensen Erfahrungsschatz zu lernen und sie langfristig in ihrem Bestehen zu unterstützen, treffen wir uns hier. Es ist traurig auch hier zu sehen, dass Modernisierung anscheinend immer mit dem Verlust von Tradition und dem Zwang zu Wachstum einhergeht. Können wir Modernisierung nicht in dem Sinne verstehen und praktizieren, dass die Arbeitsbedingungen der Menschen verbessert werden und ein gutes Leben von und mit der kleinbäuerlichen Landwirtschaft möglich ist?

dsc01602dsc01603

Zu einem unglaublich reichhaltigen Mittagessen wurden wir zum Abschluss von der Dorfgemeinde ins Kulturzentrum eingeladen. Sowohl die Familie des Hofes als auch Bürgermeister, Lehrer der Grundschule und eine Vertreterin der lokalen Initiative für rumänische Kleinbäuer*innen stießen mit uns mit einem Gläschen Palinka an. Wir waren überwältigt von so viel Gastfreundschaft, sodass wir nicht nur mit vollen Bäuchen , sondern voller Zufriedenheit in den Bus zurück stiegen.

[Zum Ausflug nach Alunișu folgt ebenso in Kürze mehr]

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Exkursionen ins Umland

Schritt für Schritt zu gemeinsamen Strategien

Der zweite Tag des Forums bricht an! Da unsere Unterkunft ein bisschen außerhalb liegt finden wir uns auf den verschiedensten Wegen am Konferenz-Gelände ein: mit dem Auto, dem Bus und zu Fuß durch die Altstadt von Cluj Napoca.

bild3Nach dem Frühstück geht es weiter im großen Plenum mit einer gemeinsamen rhythmischen und singenden Einstimmung auf den Tag. Als der Verhandlungsstopp des Freihandelsabkommens zwischen Kanada und der EU, CETA, verkündet wurde, bebt der Veranstaltungsraum und standing ovations ertönten.

Danach folgen intensive Gruppenarbeitsphasen dsc06537an denen die am Vortag erarbeiteten Themen auf die verschiedenen politischen Ebenen – lokal, national, europäisch, global – bezogen werden. Dabei geht es auch um grundlegende Fragen, wie: was ist eigentlich „lokal“? Ist es die Distanz, die ich an einem Tag zurücklegen kann? Oder ist es die persönliche Beziehung zwischen Produzent*in und Konsument*in?

Nach dem Mittagessen und einem unserer für die interne Vernetzung unerlässlichen Delegations-Meetings, wird es dann konkreter. bild2Beim Plenum der mehreren Hundert Teilnehmenden werden sechs Themenfelder beschlossen, in denen in den nächsten Tagen weitergearbeitet wird und für die konkrete Schritte wie Aktionen und Kampagnen entwickelt werden sollen.

Doch es wird nicht nur intensiv gedacht und diskutiert, sondern auch getanzt und gelacht – der Tag ist voller inspirierender Eindrücke und Gemeinschaftserfahrungen mit Menschen aus aller Welt. Wir alle fühlen uns zwar müde, aber im gleichen Maße bereichert!

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Schritt für Schritt zu gemeinsamen Strategien

Das Forum wird eröffnet – 500 Menschen aus 40 Ländern, 1 Ziel: Ernährungssouveränität für alle!

Nach drei Tagen Fahrt voller Abenteuer, Spaß und tollen Begegnungen kommen wir Dienstag Abend endlich in Cluj-Napoca, mitten in Transsilvanien an. Unsere Route hat uns von Berlin nach Prag, über Wien nach Nikitsch an der österreich-ungarischen Grenze und schließlich von dort durch die rumänischen Berge bis nach Cluj geführt. Parallel dazu ist ein Teil von uns aus Freiburg aufgebrochen und ein anderer Teil mit dem Zug nach Cluj gereist.

Begeistert wird unsere Karawane bestehend aus mehreren mit Bannern und Fahnen geschmückten Autos der Deutschen und der Schweizer Delegation bei der Einfahrt ins Expo-Gelände, wo das Nyéléni Europe Forum stattfindet empfangen.

Zu später Stunde, treffen wir erstmals als (fast) komplette Delegation im Hotel zusammen. Ein kleines Mitbringsel-Buffet rettete die ausgehungerten Autofahrer*innen und nach einer kleinen Kennenlernrunde bleiben uns noch ca. 6 Stunden Schlaf bis zum Forum-Start. Doch vorher noch kurz eine Erläuterung – wer sind „wir“ eigentlich?

dsc06380

Die deutsche Delegation für das Nyéléni Europe Forum besteht aus 36 hochmotivierten Aktivist*innen.
Zwei Drittel von uns sind Frauen, zwei Drittel sind unter 35 und ein Drittel sind Produzent*innen. Hier ganz persönlich: Sarah, Emilia, Anne, Katrina, Rhea, Paula, Iris, Sarah, Connie, Sara, Max, Ronja, Sebastian, Irene, Alessa, Louise, Leonie, Henrik, Rebecca, Anna, Samuel, Daniel, Ulrike, Veikko, Elisabeth, Christin, Rozsika, Katharina, Helena, Caro, Peter, Wolfgang, Romy, Toni und Lisa.

Der erste Tag des Forums beginnt erstmal mit einem tollen Frühstück aus mitgebrachten Spezialitäten der jeweiligen Länder – wir ließen uns also verschiedene Sorten Honig, Marmeladen, Käse- und Wurstspezialitäten schmecken…

Das Eröffnungspodium inspiriert die Delegierten mit Schlaglichtern der Nyéléni-Bewegung. Bewegende Worte von Adam Payne von der Landworkers Alliance UK: „Man bekämpft nicht Feuer mit Feuer, sondern Feuer mit Wasser. Wir bekämpfen Rassismus mit Solidarität, wir bekämpfen die Krise der Demokratie mit mehr Partizipation, wir bekämpfen das agrarindustrielle Modell mit agrarökologischen Alternativen.“

dsc06270

Großen Respekt haben wir für die ehrenamtlichen Übersetzer*innen, die das Plenum simultan in neun Sprachen übersetzen, sodass fast alle Teilnehmenden in ihrer Muttersprache mithören können. Ernährungssouveränität ist eben auch Inklusion und Partizipation! Mit den Worten Thierry Kesteloot, Oxfam Belgien: „Unsere Kraft ist unsere Vielfalt.“

Apropos Vielfalt: Die zeigte sich nicht nur im sprachlichen, sondern auch in der Diversität des Aktivismus, den wir beim Markt der Delegation bestaunen konnten. Jedes Land präsentiert hier seine lokale Nyéléni-Bewegung in bunter, lauter und leckerer Form.

Mit vollgeschlagenen Bäuchen geht es nun an die Arbeit. Das Forum teilt sich in die vier Achsen der Ernährungssouveränität auf: Produktion und Konsum, Verteilung, Arbeit und Soziales, sowie Zugang zu natürlichen Ressourcen. Die einzelnen Arbeitsgruppen haben das Ziel innerhalb der nächsten Tage auf Basis der Nyéléni-Deklaration vom Forum 2011, konkrete Aktionspläne und Handlungsvorschläge zu entwickeln. Es bleibt also spannend!

dsc06306

dsc06348

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Das Forum wird eröffnet – 500 Menschen aus 40 Ländern, 1 Ziel: Ernährungssouveränität für alle!

Die Karawane geht weiter…

Eine der Reisen beginnt am Tempelhofer bild6Feld – wir packen unsere Banner aus und kommen allmählich zusammen. Zwischen den letzten Himbeeren und  Tomaten gehen wir noch einmal die Route durch – über Prag zur Mühle Nikitsch an der österreich-ungarischen Grenze, über Budapest bis Cluj-Napoca in Transsilvanien.

Vier Stunden später kommen wir in Prag an und werden mit einem Haufen Feuerholz in einem Gemeinschaftsgarten in der Stadt willkommen geheißen.bild4 Wir treffen sowohl Menschen bild5aus der Tschechischen Delegation, die wir in Cluj wiedersehen werden, als auch andere Interessierte, die sich die Vorträge zu La Via Campesina, Ernährungssouveränität, Saatgut und solidarischer Landwirtschaft anhören wollen. Diese sind sowohl inspirierend als auch bewegend; Paula, die als La Via Campesina Vertreterin die Kämpfe und Ziele der weltweiten Kleinbäuer*innenbewegung skizziert und das Konzept der Ernährungssouveränität vorstellt.

Sarah spricht über bild2Anpassungsmechanismen von Pflanzen, ermöglicht durch genetische Vielfalt und die Wichtigkeit diese gegen policies und Legislatur zu verteidigen. Jaroslav und Katarina haben über die Bedeutsamkeit der Verbindung zwischen Mensch und Natur gesprochen und die Möglichkeit die die Landwirtschaft bietet diese aktiv zu leben und somit zu stärken.

Die Bäuerin der ansässigen CSA gibt uns einen Einblick in die Reduktion von externen Zwang und die Gestaltungsfreiheit die die Umstellung zur solidarischen Landwirtschaft ihr und ihrem Hof ermöglicht hat. bild3Die Vorträge zeigen die Heterogenität und die unterschiedlichen Zugänge zu Landwirtschaft, die sich in der Bewegung für eine sozialere, solidarischere, post-kapitalistische und radikal ökologische Umstrukturierung der derzeitigen Verhältnisse spiegelt. Und sie zeigen, dass viele Menschen an vielen Orte jeden Tag beherzt Schritte in diese Richtung gehen.

Der Abend klingt aus mit einem ungewöhnlichen improvisations-freudigen Duo, Jaroslav und Katarina, in das wir lachend einsteigen. Wir werden verabschiedet von einer Teilnehmerin mit dem Satz „We share the world“. In diesem Sinne treten wir die nächste Etappe unserer Reise an…

…Parallel dazu: Aufbruch in Freiburg geradewegs gen Osten…

Jetzt treffen wir in der Mühle Nikitsch aufeinander, wo wir übernachten und immerhin die Hälfte der Delegation zusammenkommt. Morgen dann geht es endlich nach Cluj!

bild1

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Die Karawane geht weiter…

Aufbruchstimmung – endlich geht es los!

Delegation nyeleni.de Okt 2016Sonntag, 23. Oktober

Heute verlassen die ersten 10 Delegierten aus Deutschland das herbstliche Berlin. In zwei Autos machen wir uns auf den Weg nach Cluj, wo wir ab Mittwoch an der bisher größten europäischen Zusammenkunft für Ernährungssouveränität teilnehmen werden. Erwartet werden mehr als 500 Bäuer*innen, Gärtner*innen, Fischer*innen, Hirt*innen, Umwelt- und Menschenrechtsaktivist*innen, Wissenschaftler*innen, kritische Konsument*innen, Gewerkschaftler*innen… aus 42 europäischen Ländern. So unterschiedlich unsere Perspektiven und Lebensrealitäten auch sind – der Kampf für Ernährungssouveränität ist für uns alle relevant und bildet eine starke gemeinsame Grundlage.

Für eine junge Bewegung ist das Schaffen von Netzwerken, der Austausch von Strategien und Aktionen und eine gemeinsam gelebte Solidarität zentral, um politische Schlagkraft und Selbstwirksamkeit entwickeln zu können. So soll in Cluj der Schwerpunkt vor allem auf den Bewegungsaufbau gelegt werden, indem inhaltliche Handlungsschwerpunkte entlang der Nahrungsmittelkette erarbeitet und die herrschenden Macht- und Verteilungsverhältnisse in Frage gestellt werden – ein erster Schritt um die nachhaltig zu transformieren.

Heute geht es erst mal bis nach Prag, wo wir am Abend mit Teilnehmenden aus der Tschechischen Delegation zusammentreffen werden und in einem Gemeinschaftsgarten bei einer Veranstaltung zu Saatgut und Saatgutsouveränität ins Gespräch kommen wollen. Neben Landwirt*innen und weiteren Interessierten aus der Region werden auch zwei unserer Delegierten zum Thema sprechen und Erfahrungen teilen.

Wir freuen uns, dass es nun endlich losgeht. Wünscht uns eine gute Fahrt – und schaut mal wieder rein!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Es geht auf nach Cluj zum Nyéléni Europe Forum!

Vom 26.-30. Oktober 2016 findet das Nyéléni Europe Forum for Food Sovereignty in Cluj, Rumänien statt.

poster-nyeleni-2016Die deutsche Delegation wird in einer Karawane ab dem Sonntag, 23. Oktober 2016 in Richtung Cluj ziehen und auf dem Weg dorthin andere Delegationen in Prag, Bratislava und Budapest, sowie das ökologische Hofprojekt Mühle Nikisch an der österreichisch-ungarischen Grenze besuchen.

Wir möchten euch an unserem Weg dorthin, sowie an der Zeit auf dem Forum selbst teilhaben lassen, deshalb haben wir diesen Blog „Auf nach Cluj!“ ins Leben gerufen.

In Kürze erfahrt ihr hier mehr… 🙂

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentare deaktiviert für Es geht auf nach Cluj zum Nyéléni Europe Forum!