Als pdf zum download:

Hallo liebe Ernährungssouveränitäts-Aktive und -Interessierte,

hier kommt der zweite Newsletter in diesem Jahr mit Berichten und Beteiligungsmöglichkeiten aus der Bewegung für Ernährungssouveränität, natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit!

Motiviert durch die so zahlreich besuchte Wir Haben Es Satt – Demo in Berlin und die vielen Veranstaltungen drum herum starten wir ins Frühjahr mit spannende Konferenzen und den Vorbereitungen auf Aktionen rund um den 17. April, den internationalen Tag des bäuerlichen Widerstandes.

Meldet euch, wenn ihr Lust habt, euch zu engagieren und eure Perspektive und euern Kontext im Rahmen unserer Bewegung sichtbar zu machen. Wo seid ihr dabei? Wenn ihr auch etwas für den nächsten Newsletter einbringen wollt, könnt ihr bis zum 05. April 2020 gerne wieder Berichte, Termine und Ankündigungen an info@nyeleni.de schicken – und ein kritisches Feedback zur Nyéléni.de Infopost ist auch jederzeit willkommen.

Viel Spaß beim Lesen und Vernetzen wünscht euch

Eure Nyko (Nyeleni.de Koordination)

Der 8. März ist Weltfrauentag und damit für Via Campesina und viele andere Organisationen und Aktivist*innen ein wichtiger Anlass, zu Aktionen für Ernährungssouveränität und ein würdiges Leben aufzurufen und gegen Gewalt und die Ernährungsindustrie zusammenzustehen (z.B. beim Bäuerinnen*-Streik der ÖBV)

Berichte und Aufrufe

«  Brief zum geplanten UN-Gipfel für Lebensmittelsysteme. 3

«  Stop Palmöl – Schweizer Referendum gegen ein Freihandelsabkommen mit Indonesien. 3

«  Veröffentlichung der 1. Auflage — Klimaplan von unten. 4

«  Der Acker bleibt Investitionsrisiko! 5

«  Food Strip: Junglandwirt*innen und Start-Ups gesucht! 6

«  „Saatgut-Mitmachaktion: Ernten um zu säen“ von Aktion Agrar 6

«  Bildungsreihe Solid Base: Landwirtschaft braucht festen Boden unter den Füßen. 6

«  Ernährungsdemokratie zum Anpacken – gemeinsam lernen, gemeinsam genießen, gemeinsam gestalten   8

«  Die Plattform Ernährungswandel braucht euch! 8

«  Mitmachen im Orgakreis für das Klimacamp im Leipziger Land. 9

Termine und Veranstaltungen

«  Welttag der Frauen. 10

«  Workshop für gewaltfreies Handeln. 10

«  Tag des kleinbäuerlichen Widerstands. 10

«  Block Bayer“-Aktion im Rheinland. 11

«  La Via Campesina – Aktionstag & Frühlingsfest. 11

«  Internationalismuskongress. 11

«  Kongress-Festival ‹Soziale Zukunft 2020›. 11

«  Weltsozialforum in Barcelona. 12

«  Attac-Sommerakademie: System change! Welches System eigentlich?. 12

«  KONGRESS : Zukunft für alle. 12

«  Regio Challenge 2020. 13

«  Öko-Junglandwirte-Tagung. 13

«  Wintertagung Junge AbL. 13

«  und AbL-Bundesversammlung 2019. 13

Weitere Infos

«  Buchvorstellung: Klimawandel neu gedacht – eine ganzheitliche Perspektive. 14

«  Film »ANDERS ESSEN – DAS EXPERIMENT« ist jetzt in den Kinos. 14

«  Bundestags-Antrag zu Ernährungssouveränität. 15

«  Jai Jagat 2020- On the move for justice and peace. 15

«  Publikation: Rechte und linke Positionen zu Ökologie. 16

«  Support your local Dorfprojekt. 17

«  Der kritische Agrarbericht 2020. 17

«  The County –  „Es ist Zeit für uns Bauern wieder die Kontrolle zu übernehmen“. 18

«  Datenschutz, Aus- und Eintragen. 18

Berichte und Aufrufe

Brief zum geplanten UN-Gipfel für Lebensmittelsysteme

Die Vereinten Nationen haben ein Gipfeltreffen für Lebensmittelsysteme im Jahr 2021 angekündigt. Dies ist zu begrüßen, da die Welt dringend integrativere und nachhaltigere Lebensmittelsysteme benötigt, um die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen. Es wird jedoch erwartet, dass das Weltwirtschaftsforum, das mächtige Unternehmen vertritt, hinter der Organisation des Gipfels als strategischer Partner der Vereinten Nationen steht. Darüber hinaus hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen den derzeitigen Präsidenten der Allianz für eine grüne Revolution in Afrika (AGRA) zum Sonderbeauftragten für den Gipfel ernannt.

Konzerne der globalen industriellen Lebensmittelketten sind die größten Treiber für ökologische Zerstörung und steigende Hunger- und Unterernährungsraten. Und doch wenden sich die Vereinten Nationen an sie, um die Krisen der Welt zu lösen?! Die Vereinten Nationen sollten stattdessen auf den erfolgreichen Innovationen in der demokratischen Lebensmittelverwaltung aufbauen. Dies ist das Ergebnis der Arbeit von Organisationen der Zivilgesellschaft und sozialen Bewegungen, die diejenigen vertreten, die am stärksten von Hunger und Unterernährung betroffen sind.

Aus diesem Anlass wurde vom Internationalen Planungskomitee für Ernährungssouveränität ein Brief an den UN-Generalsekretär geschickt, den über 300 Organisationen unterzeichneten. Bitte teilt den Brief auch in Eurem Netzwerk: www.foodsovereignty.org/csos-letter-on-un-food-systems-summit


Stop Palmöl – Schweizer Referendum gegen ein Freihandelsabkommen mit Indonesien

Während im September 2019 in Indonesien 300’000 Hektaren Tropenwald brannten, befeuert die Schweiz die Ausbreitung der Palmölmonokulturen mit einem Freihandelsabkommen mit Indonesien. Führende Konzerne wie Unilever, Mondelez, Nestle und Procter & Gamble (P&G) sowie führende Palmölhändler wie Wilmar kaufen Palmöl von Produzenten, die mit zahlreichen Bränden in Indonesien in Verbindung stehen, das zeigt eine Untersuchung von Greenpeace International von Nov. ‘19.


Davon profitieren auch vier Rohstoffhandelsfirmen die alle in Genf ansässig sind: Cargill, Bunge, Louis Dreyfuss Company und Olan. Dies erzielen gemeinsam einen Jahresgewinn von 220 Milliarden US-Dollar, was dem gesamten Bruttosozialprodukt der 40 ärmsten Länder entspricht. 


In Indonesien gibt es kein glaubwürdiges und rechenschaftspflichtiges System zur Verhinderung von Verstößen und Korruption in der Palmölindustrie. 81 Prozent der Palmölplantagen verstossen gegen staatlichen Anforderungen. So verfügen z.B. viele Unternehmen nicht über eine Genehmigung für den Anbau, es sind oftmals illegale auf Wald- oder Torfschutzgebieten errichtete Plantagen. Dies stellt ein staatlicher Bericht von August 2019 fest.

 
Wir starten unser Crowdfunding für die STOP-Palmölkampagne, denn wir sind auf finanziellen Mittel angewiesen, damit wir unser wichtiges Anliegen zur Abstimmung bringen können. Unterstütze uns jetzt! Herzlichen Dank. Und hier können Sie den Unterschriftenbogen downloaden und unterschreiben. Bitte schnellstmöglichst ausgefüllt zurücksenden.


Veröffentlichung der 1. Auflage — Klimaplan von unten

„Wir stehen vor einer der größten Entscheidungen der Menschheit – Einer Entscheidung darüber wie wir der Klimakrise begegnen. Das ist eine riesige Verantwortung und zugleich eine Chance. Unsere Chance, gemeinsam eine umfassende Veränderung zu einergerechteren Gesellschaft anzustoßen..“

Die erste Auflage des Klimaplan von unten ist veröffentlicht!

Hier könnt ihr alle bisher gesammelten großen und kleinen Maßnahmen finden, die dazu beitragen können die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen:

https://klimaplanvonunten.de

Wir haben uns zunächst gegen eine Druckversion entschieden, denn, wie ihr beim Durchstöbern wahrscheinlich bemerken werdet, ist die 1. Auflage vor allem ein Baustellen-Plan. Von einem Abschluss kann also noch lange keine Rede sein. Und das ist ja auch nicht die Idee. Deswegen seid ihr weiterhin alle eingeladen und herzlich dazu aufgefordert euch einzubringen, neue Maßnahmen zu schreiben, bestehende Maßnahmen zu diskutieren, zu kommentieren und die Idee des Klimaplan von unten weiter zu verbreiten!

Nach dieser ersten Schreibphase am Klimaplan von unten laden wir vom 3. – 5. April euch zu einem größeren Planungstreffen ein um die nächste Phase zu planen. SAVE THE DATE! Wir freuen uns darauf, viele neue Gesichter willkommen heißen zu dürfen! Zusammen wollen wir weitere Visionen und Pfade der Kampagne spinnen – Wie können wir den Klimaplan bekannter machen? Wie können wir ihn mit weiteren Inhalten füllen? Wie können wir mit der Umsetzung einzelner Maßnahmen beginnen?

Zuletzt wollen wir danke sagen! Danke an alle fleißigen und unterstützenden Menschen, die zu diesem Projekt beigetragen haben! Gemeinsam haben wir ein erstes Grundsteinchen für das Fundament gelegt auf dem eine klimagerechte Welt aufgebaut werden kann. Gemeinsam haben wir – in Zusammenarbeit mit zahlreichen Initiativen und Gruppen – dafür gesorgt, dass das Wort „System Change“ keine leere Hülle bleibt, sondern wir beginnen uns mit den dahinterstehenden Konzepten, Ideen und Visionen auseinanderzusetzen und es mit Leben zu füllen.

Wir stehen noch immer am Anfang eines langen Weges. Wenn wir ihn zusammen gehen, organisiert und solidarisch sind, können wir Großes bewegen. Solidarische Grüße und auf hoffentlich bald,

eure G1K5-Crew


Der Acker bleibt Investitionsrisiko!

Die derzeit einzige Ackerbesetzung der Bundesrepublik zeigt Wirkung. In Neu-Eichenberg droht eine 80 Hektar große Fläche besten Ackerbodens unter Beton zu verschwinden, da es seit Langem Pläne für den Bau eines Logistikgebiets gibt. Doch der starke Widerstand im Dreiländereck (Hessen, Thüringen, Niedersachsen) hat dazu geführt, dass Investor Dietz sich nun offiziell von dem Vorhaben zurückgezogen hat. Yeah! Dies bedeutet allerdings noch kein endgültiges Aus für das Logistikgebiet. Doch ein parallel erkämpfter Planungsstopp von 6 Monaten bietet nun vielversprechenden Raum für Alternativen. Die Gruppe „Land schafft Zukunft“ erarbeitet dafür ein Bewirtschaftungskonzept und möchte Neu-Eichenberg zu einem Leuchtturmprojekt für regenerative Landwirtschaft machen. Es geht nun darum eine sozialökologische Perspektive für Ernährungssouveränität in der kleinen Gemeinde zu stärken.

Die Ackerbesetzung versucht derweil, am Prozess für die Alternativen auch offiziell beteiligt zu werden. Außerdem wollen wir dieses Jahr auf der Besetzung gemeinschaftlich Gemüsebau betreiben – wer mit gärtnern und einsteigen will, ist herzlich willkommen…´

Hier geht’s zur aktuellen Pressemitteilung der Besetzung.

Am Wochenende vom 15.-17. Mai feiert die Ackerbesetzung ihr einjähriges Jubiläum.

Kommt gern jederzeit vorbei!

www.ackerbleibt.org
Aktuelles: twitter.com/unserAcker & instagram.com/ackerbleibt

Seit 10 Monaten ist der 80ha große Acker in Neu Eichenberg besetzt und der Investor für das dort geplante Logistikzentrum hat sich zurückgezogen. Die Besetzung bleibt – um eine die Entwicklung einer sozialökologische Perspektive für Ernährungssouveränität in der kleinen Gemeinde zu stärken.


Food Strip: Junglandwirt*innen und Start-Ups gesucht!

Da wächst was zusammen! Wir suchen Euch, Leute mit  nachhaltigen Ideen für den Strukturwandel durch Land- und Ernährungswirtschaft im Rheinischen Revier. Wir bringen kreative Köpfe und Startups mit Herz und Ideen für den Agrar–  und Food-Bereich von der Produktion bis zum Konsum zusammen, die sich im Rheinischen Revier ansiedeln und Teil der regionalen Versorgung der Metropolregion (Bonn/Köln/Düsseldorf) werden möchten.

Info: www.foodstrip.eu/fuer-startups.html


„Saatgut-Mitmachaktion: Ernten um zu säen“ von Aktion Agrar

Vor Kurzem startete Aktion Agrar eine Mitmachaktion, bei der es um den Erhalt der Sortenvielfalt geht. Saatgut wird immer mehr von Konzernen kommerzialisiert, der Zugang von Bäuerinnen und Bauern zu Saatgut eingeschränkt – und das auf Kosten der Umwelt und Sortenvielfalt.

Mit der Mitmachaktion „Ernten um zu säen“ ist es auch für wenig Erfahrene möglich selbst aktiv zu werden – auf dem Balkon oder im eigenen Garten. Aktion Agrar versorgt euch mit dem Saatgut alter und gefährdeter Bohnen-, Erbsen- oder Tomatensorten (solange der Vorrat reicht) und begleitet euch zeitlich passend mit allen nötigen Infos zu Aussaat, Anzucht und Samenernte speziell für eure alte Sorte.

Bis April ist es noch möglich sich Saatgut schicken zu lassen! Wer mitmachen möchte, kann sich hier registrieren: www.aktion-agrar.de/ernten-saen


Bildungsreihe Solid Base: Landwirtschaft braucht festen Boden unter den Füßen

Das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft hat zwischen September 2017 und Februar 2020 unter Leitung des internationalen Netzwerkes für Community Supported Agriculture (CSA) URGENCI, zusammen mit anderen europäischen Organisationen ein 4-tägiges Erasmus+ finanziertes Bildungsprogramm zur Förderung der finanziellen Nachhaltigkeit von Solawis entwickelt.

Als Grundlage diente eine Untersuchung von der landwirtschaftlichen Forschungsgesellschaft Die Agronauten und URGENCI. Aus Online-Umfragen unter CSA Akteur*innen und Konsument*innen, zahlreichen Interviews und einer eingehenden Literaturrecherche in Europa und Nord-Amerika wurden zentrale Fragen entwickelt die in der Bildungsreihe thematisiert werden. Die Bildungsmodule wurden in verschiedenen Ländern durch die Partnerorganisationen AMPI (Asociace místních potravinových iniciativ – Verband lokaler Lebensmittelinitiativen) aus Prag und TVE (Tudatos Vasarlo – Bewusste Käufer) aus Budapest erprobt. Alle Trainingsmaterialien sind mehrsprachig frei im Internet zugänglich. Ein zusammenfassendes Booklet (siehe link) ist auf der Projektseite verfügbar.

Bildungsreihe in vier Modulen

Modul I – Verwaltung

Wie erreichen Solawis organisatorische Stabilität? Welche Rechtsformen kommen in Frage? Wie können Mitglieder in Entscheidungsprozesse eingebunden werden? Anhand von Erfahrungswerten mit aktuellen Organisationsentwicklungsmodellen wie der Soziokratie werden im Modul I Antworten auf diese Fragen gegeben.

Modul II – Budgetplanung

Solawi ist eine echte Partnerschaft zwischen Konsument*innen und Produzent*innen in dem die Verbrauchergemeinschaft die Kosten des landwirtschaftlichen Betriebes verbindlich für ein Jahr trägt. So verringert sich der Marktdruck. Wie funktioniert die Budgetplanung? Welche Kosten sind dabei zu kalkulieren? Wie wird das Budget am besten an die Mitglieder kommuniziert? Diese Fragen werden in Modul II bearbeitet.

Modul III – Medienkompetenz

Für die Organisation von größeren Gruppen sind heute digitale Anwendungen unabdingbar. Welche Tools kommen dafür in Frage? Welche Anwendungen können die eigene Daten und Nutzungssouveränität fördern? In dem dritten Modul stellen wir für Solawis nutzbare Tools vor.

Modul IV – Mitgliedereinbindung

Eine Solawi ist eng an die jahreszeitlichen Rhythmen angebunden. Daran können sich kulturelle und soziale Prozesse orientieren. Das Konzept von storming-forming-norming-performing Phasen bei der Gruppenbildung ist eine Möglichkeit das Ziel gemeinsam zu entwickeln und zu erreichen. Das vierte Modul beschäftigt sich mit Mitgliedereinbindung und gruppendynamischen Konzepten, die helfen den Community-building Prozess zu unterstützen.

App Entwicklung

Schon länger ist bekannt dass die Kommunikation der eigenen finanziellen Bedürfnisse und der Notwendigkeit von alternativen Wirtschaftspraxen wie Solawi (nicht nur) für Landwirt*innen eine komplexe Aufgabe darstellt. Im Rahmen des Projekts wurde eine Web-App entwickelt die für vereinfachte Kommunikation von Budgetdaten und deren Erläuterung an die Mitgliedschaft gedacht ist: https://app.solidbase.info

Projektseite: www.solidarische-landwirtschaft.org/das-netzwerk/projekte/solid-base

Bildungsreihe in Deutschland: www.solidarische-landwirtschaft.org/das-netzwerk/projekte/solid-base/solid-base-workshops


Ernährungsdemokratie zum Anpacken – gemeinsam lernen, gemeinsam genießen, gemeinsam gestalten

 Am 29.02. und 01.03.2020 fand die Konferenz „Ernährungsdemokratie zum Anpacken“ im Bonner Friedrich-Ebert-Gymnasium statt. Veranstalter*innen und Teilnehmer*innen sind sich einig: Es war ein voller Erfolg, und die Atmosphäre war großartig! Es wurden Fragen wie „Wie wollen wir in Zukunft essen? Welche Landwirtschaft wünschen wir uns? Welche Rolle spielt der ökologische Landbau? Wie schaffen wir es, alle Bürger*innen aus Bonn und Umgebung mit guten und verantwortungsbewusst produzierten Lebensmitteln aus der Region zu versorgen – unabhängig von deren Geldbeutel?“ bearbeitet. Hier ein paar Impressionen (Nachbericht und Dokumentation folgen): www.stadtlandmarktbonn.de/veranstaltungen/konferenz-ern%C3%A4hrungsdemokratie


Die Plattform Ernährungswandel braucht euch!

Ihr findet, es sollte mehr Austausch und Vernetzung zum Ernährungswandel geben? Euer Thema könnte mehr Aufmerksamkeit vertragen? Kennt ihr schon die Plattform Ernährungswandel?

Vom gemeinnützigen Verein NAHhaft 2018 veröffentlicht, hat diese Online-Plattform zum Ziel, den Austausch zwischen Menschen, die sich forschend und praktisch für den Ernährungswandel einsetzen, zu verbessern und gleichzeitig Entscheidungsträger*Innen die Vielfalt an Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Auf der Seite werden für den Ernährungswandel relevante Forschungsergebnisse, Abschlussarbeiten und Projekte vorgestellt wie auch Praxiserfahrungen verbreitet. Dies geschieht unter Mitwirkung von Journalist*innen, Forschenden und Praktiker*innen und schließt nach Möglichkeit auch internationale Projekte ein.

Wann immer ihr der Meinung seid, ein Thema sollte mehr Reichweite oder Diskussionsraum bekommen, freuen wir uns über Artikel, Projektvorstellungen, Veranstaltungshinweise und Stellenausschreibungen. Eure Infos lassen sich unkompliziert per Mail an die Redaktion (redaktion[at]ernaehrungswandel.org) oder über folgende Links veröffentlichen: www.ernaehrungswandel.org/mitmachen/veroeffentlichen/projektvorstellung-veroeffentlichen

Die Redaktion ist auch dankbar für Hinweise, wenn bestimmte Themen auf der Plattform mehr Gewicht bekommen sollten. Auch eine ehrenamtliche redaktionelle Mitarbeit ist möglich.

Auf gute Zusammenarbeit J

Eure PEW


Mitmachen im Orgakreis für das Klimacamp im Leipziger Land

Wir, der Klimacamp-Orgakreis, sind Menschen aus Leipzig und ganz Deutschland, die das Klimacamp im letzten Jahr in Pödelwitz mitorganisiert haben. Und weil es letztes Jahr so schön war, sind wir 2020 auch wieder am Start und stellen gemeinsam ein Camp auf die Beine!

Wir treffen uns als Orgakreis alle 6-8 Wochen für unsere Planungswochenenden in Leipzig.

Der Prozess ist offen für neue Menschen. Egal was du an Kenntnissen oder zeitlichen Kapazitäten mitbringst, du bist herzlich willkommen. Wir verstehen unseren gemeinsamen Vorbereitungsprozess für das Camp als einen Lernraum. Wir möchten das Camp und unseren gemeinsamen Planungsprozess diskriminierungssensibel gestalten und sehen auch das als einen gemeinsamen Lernprozess.

Infos: www.klimacamp-leipzigerland.de/blog/2020/02/11/einladung-zum-mitmachen


Termine und Veranstaltungen

Welttag der Frauen

So. 08. März 2020 – überall

ÖBV-Aufruf zum Bäuerinnen*-Streik: www.viacampesina.at/baeuerinnenstreik2020

Aktionen wird es auch in diesem Jahr wieder weltweit geben.


Workshop für gewaltfreies Handeln

Di. 10. März 2020, 18-21 UhrQuartierstreff 33, Wannerstraße 33, Freiburg Stühlinger

Wie können wir uns konstruktiv und gewaltfrei für eine gerechtere, ökologischere und friedlichere Welt einsetzen? Mohandas K. Gandhi, Martin Luther King, Hildegard Goss-Mayr und viele andere VertreterInnen der Gewaltfreiheit haben das eindrücklich durch ihre Taten und ihr Leben gezeigt. Ihre Konzepte gewaltfreier Veränderung sind unverändert aktuell und können uns heute Orientierung geben.

In dem Workshop mit Christoph Besemer von der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion soll es um die Grundhaltung der Gewaltfreiheit gehen und wie sie auf die Veränderung gesellschaftlicher Missstände angewendet werden kann. Historische Beispiele, aktuelle Bezüge, Aktions-Methoden und praktische Übungen runden diese einführende Veranstaltung ab. Wir bitten um einen freiwilligen Kostenbeitrag auf Spendenbasis.

Wir bitten um Anmeldung bis 8. März 2020. Weitere Infos: www.globallmende.org.


Tag des kleinbäuerlichen Widerstands

Fr. 17. April 2020 – überall

Aktionen wird es auch in diesem Jahr wieder geben. Hier der Link zu Aktivitäten im letzten Jahr:


Block Bayer“-Aktion im Rheinland

Fr. 17. April 2020 – Köln/Rheinland

Am 17. April anlässlich des weltweiten Tags des Widerstandes, ausgerufen von der Kleinbäuer*innen Bewegung „La Via Campesina“, wird mit einer Blockade-Aktion zum Stopp der Pestizid-Produktion von Bayer/Monsanto aufgerufen. Auch FreeTheSoil unterstützt die Aktion. Also haltet euch den 17.4. frei, macht in euren Netzwerken darauf aufmerksam oder steigt direkt selbst in die Orga ein (→Kontakt: info@blockbayer.org)

Info: www.blockbayer.org


La Via Campesina – Aktionstag & Frühlingsfest

Sa. 25. April 2020 – Sehlis/Taucha/Leipzig

Save the date, Link noch nicht verfügbar


Internationalismuskongress

Do. 21. – So. 24. Mai 2020 – ???

Organisiert von der Rosa Luxemburg Stiftung

Save the date, Link noch nicht verfügbar


Kongress-Festival ‹Soziale Zukunft 2020›

Do. 11. – So. 14. Juni 2020 – Bochum

Die aktuelle Kernaufgabe unserer Gesellschaft ist die Schaffung sinnstiftender und nachhaltiger Lebensbedingungen. In drastischer Weise zeigen die ökologischen und sozialen Probleme der letzten Jahrzehnte: Wir müssen unser Handeln und Denken verändern. Doch wie geht das? In welcher Gesellschaft wollen wir wirklich leben?

60 Organisationen und Projekte haben sich für das Kongress-Festival als Veranstaltende und Kooperationspartner*innen zusammengeschlossen. Sie stehen für tausende Menschen, die sich unserer gesellschaftlichen Zukunft verpflichtet fühlen. Wir laden Sie alle ein, mit uns und über 150 Referent*innen, Künstler*innen und Projektbetreiber*innen an der riesigen Zukunftsbaustelle zu arbeiten – an einer Gesellschaft, die wir wirklich wollen!

Anmeldeschluss: 29. Mai 2020. Info: www.sozialezukunft.de


Weltsozialforum in Barcelona

Do. 25. – So. 28. Juni 2020 – Barcelona, Spanien

Seit dem ersten Weltsozialforum (WSF) 2001 im brasilianischen Porto Alegre haben viele Sozialforen stattgefunden, auch zu einzelnen Themen. Für den 25. bis 28. Juni 2020 ist ein Weltsozialforum Transformatorische Ökonomien in Barcelona geplant. Das Ziel ist, eine Wirtschaft zu beenden, die auf Extraktivismus, Wachstum, Wettbewerb und marktwirtschaftlicher Konkurrenz basiert. Die Vielfalt transformatorischer Ökonomien soll sichtbarer werden, um dem herrschenden kapitalistischen Diskurs eine alternative Erzählung entgegenzusetzen. Grundlage ist die Charta der Prinzipien des Weltsozialforums von Porto Alegre (2001). Die Vorbereitungsgruppe hatte vier Themenstränge definiert: Feministische Ökonomien und Gender-Perspektive, Agroökologische Bewegungen und Ernährungssouveränität, Commons (natürliche, städtische, digitale und wissensbasierte) sowie Soziale Solidarische Ökonomien (Fair Trade, Genossenschaftswesen, ethische Finanzierungen …). Die offizielle Seite des WSF ist auf Englisch, Spanisch, Französisch und Katalanisch: https://transformadora.org/en/2020

Es gibt zudem ein Netzwerk im deutschsprachigen Raum: https://netz-bb.netz.coop/index.php?id=98


Attac-Sommerakademie: System change! Welches System eigentlich? 

Mi. 15. – So. 19. Juli 2020 – Hamburg-Bergedorf

System change not climate change – wie oft konnten wir diesen Spruch in den letzten Jahren bei Klima-Demos lesen. Aber welches System ist gemeint, das es zu wechseln gilt? Der Kapitalismus? Die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen? Die Art zu konsumieren oder die Art zu produzieren? Das System Mensch? Oder alles zusammen? www.attac.de/sommerakademie/start


KONGRESS : Zukunft für alle

Di. 25. – Sa. 20. August 2020 – Leipzig

Das Konzeptwerk Neue Ökonomie veranstaltet gemeinsam mit vielen Partner*innen einen fünftägigen Kongress in Leipzig für 1.500 Menschen. Veranstaltungsort ist der Sportcampus der Universität Leipzig. Der Kongress soll Menschen ermutigen, für eine gerechte Zukunft zu kämpfen.

Veranstaltet wird der fünftägige Kongress gemeinsam mit einem basisdemokratischen Organisationskreis und einem Trägerkreis, bestehend aus einer Vielzahl von Partnerorganisationen.

Info: https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/zukunft-fuer-alle


Regio Challenge 2020

Mo. 14. bis So. 20. September 2020 – überall

Schon 2016, 2018 und 2019 wurde an vielen Orten bundesweit bis in die Schweiz für eine Woche gegessen, was in Fahrradentfernung gewachsen und entstanden ist. 2020 geht es in die nächste Runde! Regio Challenge, die vierte! Sei dabei! Vom  14. bis 20. September 2020 zusammen mit möglichst vielen anderen, an möglichst vielen Orten!

Du kannst als Einzelperson mitmachen, Du kannst eine Regio Challenge Gruppe gründen und diese Woche gemeinsam bestreiten, Du kannst deine Stadt oder dein Dorf in Bewegung bringen und ihr könnt Veranstaltungen organisieren.

Herausforderung: Etwas herausfordernd könnte es schon werden, eine Weile ohne Rohrzucker, Orangensaft, Kaffee, Bananen, Avocados, Ölivenöl, Pfeffer, Curry und andere liebgewonnene Freunde aus der weiten Welt auszukommen. Vielleicht entdecken wir durch den bewussten Verzicht darauf aber ein lokale Mosterei, eine Getreidemühle oder einen Salzstock, von dem wir bisher nichts wussten. Mit Sicherheit entdecken wir neue Rezepte und neue Perspektiven auf das, was um uns herum wächst… oder eben auch nicht wächst.

Die Zeit ist reif für Ernährungssouveränität!


www.regio-challenge.de

Bei Fragen Mail uns gerne: info@regio-challenge.de


Öko-Junglandwirte-Tagung 

Fr. 06.- So. 08. November 2020

www.oeko-junglandwirte-tagung.de


Wintertagung Junge AbL

und AbL-Bundesversammlung 2019

Do. 26. bis So. 29. November 2020 – Buchenau

Weitere Infos

Buchvorstellung: Klimawandel neu gedacht – eine ganzheitliche Perspektive

In dem Buch „Klima – Eine neue Perspektive“, dass auch für Menschen die sonst keine Sachbücher lesen, spannend und einladend geschrieben ist, ordnet der Sozialphilosoph Charles Eisenstein die Klimakrise ganzheitlich in den planetarischen Kreislauf ein. Verlangt man, der Bekämpfung des Klimawandels alles unterzuordnen, begebe man sich in eine Kapitalismus- oder Kriegslogik, die mit zu den Ursachen der heutigen Krisen zählt. Statt ökologische Krisen auseinander zu dividieren plädiert er für die Liebe zu einem lebendigen Planeten, auf dem alles miteinander zusammenhänge. Eine Bepreisung von Ökosystem-dienstleistungen täusche ein vollständiges Verständnis der Zusammenhänge vor, CO2-Einsparungsziele seien für die meisten Menschen zu abstrakt. Für Charles Eisenstein sind es genau die greifbaren Kämpfe vor der eigenen Haustür für die Umwelt und ein gerechtes Miteinander, die letztlich „ganz nebenbei“ das Klima retten. Es ist ein Buch, dass keine Illusionen und trotzdem Hoffnung macht. www.europa-verlag.com/Buecher/6525/Klima.html


Film »ANDERS ESSEN – DAS EXPERIMENT« ist jetzt in den Kinos

Für den Film “Anders essen – Das Experiment” wird erstmals ein Acker mit genau jenen Getreiden, Gemüsen, Früchten, Ölsaaten und Gräsern bepflanzt, die pro Person auf unseren Tellern landen – und die die Industrie u.a. zu Futtermitteln für Tiere verarbeitet. Es entsteht ein Feld von 4.400 m2 Größe, die Fläche eines kleinen Fußballfeldes, das der „durchschnittliche“ Bürger benötigt. Zwei Drittel davon liegen im Ausland. Insgesamt verbrauchen wir doppelt so viel, wie uns eigentlich zusteht: Würden sich alle Menschen so ernähren, bräuchten wir eine zweite Erde. Lässt sich daran etwas ändern? Drei Familien wagen sich in den Selbstversuch. Sie beginnen regional einzukaufen und entdecken das Kochen neu. Das Ergebnis überrascht. Anders essen verändert tatsächlich unseren Landverbrauch und die CO2-Last. Ein Experiment, das Mut macht. Ein Film, der zeigt, wie es gehen könnte. www.facebook.com/andersessenfilm


 

Bundestags-Antrag zu Ernährungssouveränität

„Über den eigenen Tellerrand hinaus – Mit Agrarökologie und kohärenter Politik Ernährungssouveränität im Globalen Süden ermöglichen“ lautet der Titel eines Antrags (19/16496) von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag anlässlich der Vorstellung des Agrarberichts für 2019. Er soll federführend im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung weiterberaten werden. Die Grünen fordern die Bundesregierung unter anderem auf, ein Recht auf Nahrung durchzusetzen und sich für die Umsetzung der Freiwilligen Leitlinien zum Recht auf Nahrung auf nationaler und internationaler Ebene einzusetzen. Auch solle das Fakultativprotokoll zum Sozialpakt der Vereinten Nationen rasch unterzeichnet und ratifiziert werden. Gefordert wird ferner, die Agrarökologie ins Zentrum der Entwicklungszusammenarbeit zu rücken, den Anteil agrarökologischer Projekte zu erhöhen sowie sich auch auf EU- und UN-Ebene für agrarökologische Ansätze in der Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen. Die Fraktion will ferner, dass Saatgut als Gemeingut anerkannt und der freie Austausch sowie die Züchtung traditionellen Saatguts unterstützt werden.

www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw03-de-agrarpolitischer-bericht-674672


Jai Jagat 2020- On the move for justice and peace

Es geht um nachhaltige Beseitigung von Armut, sozialer Ausgrenzung, der Klimakrise und der Verhinderung von Konflikten und Gewalt. Die Regierungen dieser Welt stehen in der Verantwortung! Jai Jagat 2020.

Der Globale Marsch von Indien nach Genf begann am 2. Oktober 2019, dem Geburtstag Gandhis und Internationaler Tag der Gewaltfreiheit. Der Marsch nach Genf zieht sich über ein Jahr hin, durchquert 17 Länder und ist über 10.000 Kilometer lang. Er wird begleitetet durch zahlreiche Aktionen, und weiteren Langstreckenmärsche in Europa nach Genf. Ziel in Genf ist das Büro der Vereinten Nation (UNOG), der zweite Hauptsitz der Vereinten Nation.

In Genf wo der Marsch erwartet wird, soll vom 19. September bis zum 3. Oktober 2020, mit dem „Geneva People Action Forum“, das vor dem Uno-Gebäude stattfindet, an die Verantwortlichen der UN appelliert werden sich dringend verstärkt den drängenden Problemen der Gerechtigkeit und Ökologie sowie gewaltfreien Problemlösungen zu widmen. Stadt und Kanton Genf beschlossen, das einwöchige Geneva Action Forum zu begrüßen.

Es ist möglich sich einem der vielen Märsche durch Europa, die noch bis Herbst 2020 stattfinden, anzuschließen. Infos: https://jaijagat2020.eu/marches-in-eu


Publikation: Rechte und linke Positionen zu Ökologie

„RINKS UND LECHTS KANN MAN NICHT VELWECHSERN“? Rechte und linke Positionen zu Ökologie – eine Handreichung für linke Aktivist*innen (Februar 2020). Auf der Website von GesNat kann die Broschüre heruntergeladen werden: www.buko.info/gesnat-publikationen

Die Rechten sind auf dem Vormarsch – so zumindest das Gefühl angesichts von steigenden Zahlen der AfD-Wähler*innen, autoritären Regierungen in einer wachsenden Anzahl von Ländern weltweit und europäischer Abschottung. Rechte Gruppierungen, Parteien und Individuen beschäftigen sich dabei bei weitem nicht nur mit Migration – auch wenn sie sich zu diesem Thema besonders lautstark äußern. Auch Ökologie und Umweltpolitik sind Themen der Rechten. Rechte Positionen zu diesen Themen ähneln – zumindest auf den ersten Blick – manchmal denjenigen linker Gruppen. Rechte Gruppen und Publikationen beziehen sich dabei auch teilweise ausdrücklich auf linke Positionen.

Diese Erkenntnis ist der Ausgangspunkt für die vorliegende Broschüre: Sie stellt rechte und linke Positionen zu Ökologie, Umweltpolitik und gesellschaftlichen Naturverhältnissen dar. Ziel der Broschüre ist es, Ähnlichkeiten und Unterschiede von rechten und linken Positionen in diesem Themenbereich aufzuzeigen. Damit soll linken Aktivist*innen ermöglicht werden, rechte Positionen zu erkennen, ihre eigene Argumentation zu schärfen, problematische Elemente in linken Argumentationen zu vermeiden und die richtigen Bündnispartner*innen zu finden. Wir freuen uns über eure Kommentare und Verbreitung der Broschüre!

Der Arbeitsschwerpunkt Gesellschaftliche Naturverhältnisse (GesNat) ist ein bundesweiter Zusammenhang von Einzelpersonen und setzt sich seit mehr als 10 Jahren aus kritisch-emanzipatorischer Perspektive mit ökologischen Fragen und ihrer Verknüpfung mit den gesellschaftlichen Verhältnissen auseinander. Die Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) wurde 1977 gegründet und ist eines der ältesten Basis-Netzwerke in Deutschland. Die BUKO versteht sich als Ort linker, herrschaftskritischer Debatten: www.buko.info


Support your local Dorfprojekt

Liebe Menschen, wir, die Mensch*Meierei, sind ein Wohnprojekt zwischen Kassel und Göttingen. In Witzenhausen haben wir einen alten Hof gekauft, den wir nun sanieren. Mit der Mensch*Meierei möchten wir Strukturen im ländlichen Raum erschaffen, die ein emanzipatorisches, solidarisches und

ökologisches Leben möglich machen. Vor ein paar Tagen haben wir eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Falls ihr Intesse habt uns kennenzulernen und eventuell zu unterstützen, schaut doch gern rein oder teilt den Link gern. www.startnext.com/ein-heizkessel-fuer-menschmeie

Liebste Grüße vom Dorf!


Der kritische Agrarbericht 2020

Veränderungen in der Landwirtschaft gemeinsam anpacken! Das AgrarBündnis plädiert für klare Regeln, aber auch für eine gezielte Unterstützung der Landwirtschaft. Zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin hat das AgrarBündnis den Kritischen Agrarbericht vorgestellt. Die Ausgabe 2020 legt einen besonderen Schwerpunktauf das Thema „Stadt, Land – im Fluss“. Während in den Städten die Wohnungsnot immer drängenderwird,leiden entlegene Regionen unter mangelnder Infrastruktur und teuren Mobilitätskosten. „Die Landwirtschaft alleine wird nicht der Rettungsengel für die Probleme ländlicher Räume sein“,sagte AgrarBündnis-Geschäftsführer Frieder Thomas bei der Präsentation des Berichts. „Aber wenn wir das Ernährungssystem als Ganzes denken – von umweltfreundlicher und tiergerechter Erzeugung über regionale handwerkliche Verarbeitung bishin zum klimabewussten Konsum –, dann haben wir einen zentralen Schlüssel für die anstehende nachhaltige Transformation in der Hand.“ Dazu müsse sich die Politik aber weit mehr bewegen als bisher. Ein ‚weiter so wie bisher‘ sei keine Option. „Wir brauchen klare Regeln –beispielsweise für Ressourcenschutz oder artgerechte Tierhaltung. Aber wir brauchen auch eine gezielte Unterstützung der Landwirtschaft, damit Bäuerinnen und Bauern den notwendigen Veränderungsprozess bestehen können.“

Der aktuelle als auch die vorherigen Berichte sind zu finden unter

www.kritischer-agrarbericht.de/2020.39.0.html

Das AgrarBündnis, ein ist ein unabhängiger, überparteilicher und überkonfessioneller Zusammenschluss von derzeit 25 unabhängigen Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt-, Natur- und Tierschutz sowie Verbraucher- und Entwicklungspolitik.  Jährlich veröffentlicht es den „Kritischen Agrarbericht“, eine Zusammenfassung der agrarpolitischen Debatte. In 52 Beiträgen von 87 Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis sowie aus Verbänden und Politik werden die agrarpolitischen Geschehnisse im Jahr 2019 analysiert und die Weichenstellung für die Zukunft diskutiert


The County –  „Es ist Zeit für uns Bauern wieder die Kontrolle zu übernehmen“ 

Inga ist Milchbäuerin in einem abgeschiedenen Tal in Island. Doch der Betrieb ist hochverschuldet bei der Genossenschaft, die ebenfalls die Milch ankauft und die ganze Gegend kontrolliert. Ein mafiöses Geflecht beruhend auf Einschüchterung, Denunziation und Abhängigkeit. Als Reynir, ihr Mann, bei einem Lastwagenunfall stirbt, lehnt sie sich gegen die missbräuchliche Monopolpraxis der Genossenschaft auf. Nach anfänglichen Widerstand, gewinnt sie mehr und mehr an Unterstützung und gründet schließlich eine neue Milchgenossenschaft.

Der Regisseur Grímur Hákonarson schildert in THE COUNTY das karge Island, ebenso wortkarg sind die Protagonist*innen, genauso karg wie das Auskommen aus der Landwirtschaft. Die Hauptfigur in Overall und Gummistiefeln widersetzt sich mit Mut und Tatkraft und befreit sich schlussendlich aus der festgeschriebenen Rolle.

Hier den Trailer anschauen. Kinostart ab 27.02.2020.


Datenschutz, Aus- und Eintragen

Ihr erhaltet diese Mail, weil ihr euch in den Nyeleni.de Infopost Emailverteiler eingetragen habt. Dazu sind eure Emailadressen gespeichert. Falls ihr euch austragen möchtet, könnt ihr das selbst tun unter https://listen.jpberlin.de/mailman/listinfo/nyeleni_de oder per Mail an info@nyeleni.de schreiben. Über beide Wege könnt ihr euch auch eintragen, falls ihr die Infopost indirekt über Freunde erhalten habt oder den Newsletter auf der Homepage entdeckt habt.