„Das moderne Lebensmittelsystem wurde von einer Handvoll privilegierter Menschen geschaffen. Ernährungssouveränität besteht darauf, dass dies illegitim ist, weil die Gestaltung unseres Gesellschaftssystems nicht das Privileg von Wenigen, sondern das Recht von Allen ist“
–Raj Patel–

Das Ziel der Bewegung für Ernährungssouveränität ist, dass Menschen die Gestaltung ihres Lebensmittel- und Agrarsystems selbst in die Hand nehmen. Alle Menschen sollen das Recht auf und den Zugang zu gesunder, regionaler Nahrung, die ohne Ausbeutung von Natur und Menschen hergestellt und verteilt wird, haben.

Um Ernährungssouveränität umsetzen zu können, braucht es viele Menschen, die an vielen Orten viele kleine Dinge tun. Menschen, die in ihrem Umfeld die Idee von Ernährungssouveränität verbreiten und umsetzen wollen. Personen und Initiativen, die zusammen auch große Dinge bewegen können, die sich für eine Veränderung der Agrarpolitiken und der Wirtschaft einsetzen. Denn gemeinsam sind wir stark!

Auf der ganzen Welt gibt es viele kleine Initiativen und große Bewegungen, die sich direkt oder indirekt für Ernährungssouveränität einsetzen. Im Jahr 2007 fand ein großes weltweites Treffen in Mali statt, das Nyéléni-Forum, um eine Bewegung für Ernährungssouveränität voranzutreiben. In Mali wurde deutlich, dass wir in den einzelnen Regionen und Ländern ebenso solche Prozesse starten müssen. 2011 fand darum in Österreich das europaweite Nyéléni-Forum statt. Auch dort wurde klar: Wir brauchen innerhalb Europas noch viele weitere regionale Nyéléni-Foren und Basisbewegungen.
 
 
Die Ziele der Nyéléni-Bewegung sind:

  • eine Bewegung für Ernährungssouveränität aufbauen bzw. verbreitern, d.h. schon bestehende Initiativen zusammenbringen und viele neue Personen und Initiativen mit einbinden
  • ein gemeinsames Verständnis von Ernährungssouveränität schaffen
  • gemeinsam erarbeiten, was die Herausforderungen für die Umsetzungen von Ernährungssouveränität in unserer Region sind, und mit welchen Strategien und Aktionen wir dies erreichen können